26.05.2016 – Zusammenführung der Berliner Planetarien und Sternwarten

Redebeitrag des Fraktionsvorsitzenden zum „Gesetz zur Zusammenführung der Berliner Planetarien und Sternwarten“.

Wo keine Kontroverse ist, da muss man eine schaffen.

[Heiterkeit bei der LINKEN]

Kollege Brauer! Ich glaube, diese Sorge ist unbegründet. Da hätten Sie sich mal mit dem Kollegen Horn – – Was er plant, sieht alles sehr gut aus, auch aus dem fachlichen Standpunkt heraus.

[Dr. Klaus Lederer (LINKE): Findet er auch!]

Das findet er auch. Warum erzählt er dann so lautstark so ein Zeug? Tut mir leid!

[Zuruf von Wolfgang Brauer (LINKE)]

Vizepräsident Andreas Gram: Kollege Brauer! Sie können sich gern zu einer Frage melden. Ansonsten hat jetzt Herr Delius das Wort.

Eine Scheindiskussion! – Es ist schon gesagt worden, gerade aufgrund der Entwicklung der privaten Raumfahrt, Astronomie und Astrophysik eine kleine und auch große, zumindest in der digitalen Renaissance – – Astronautinnen und Astronauten twittern sich die Finger wund, schicken Bilder aus dem Weltall. Millionen von Menschen verfolgen am Computer, hauptsächlich im Livestream, wie eine Sonde auf einem Asteroiden landen möchte und am Ende auch gelandet ist. Das alles hat ganz viel mit Wissenschaft zu tun, und die Leute wollen eben auch wissen, wie das funktioniert. Da ist es wunderbar, was in den Einrichtungen, die genannt wurden, an Arbeit geleistet wird. Es ist noch besser, wenn es aus diesem Haus und von der Senatsverwaltung für Bildung Unterstützung gibt, das weiterzumachen und diesen kleinen Hype für mehr Wissenschaft und Astronomiebegeisterung, der sich international herausbildet, mitzunehmen.

Insofern bin ich froh, dass es dieses Gesetz gibt. Alles unter einem Dach ist sinnvoll. Das wurde schon gesagt. Es ist auch inhaltlich sinnvoll, das bei der Schulverwaltung anzusetzen. Auf Sie, Frau Senatorin, oder nicht auf Sie kommt in der nächsten Legislaturperiode eine ganze Menge Arbeit zu, weil Sie alles machen müssen. Wenn ich das Gesetz lese, müssen Sie alles machen, die Satzung schreiben, die Mitglieder benennen, das kontrollieren. Daran ist sonst keiner beteiligt. Da würde ich im Bildungsausschuss gerne noch mal nachfragen, wie Sie das ausfüllen wollen.

Was Sie auch machen müssen – um noch einen Punkt zu nennen, der mir im Hinblick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade der Archenhold-Sternwarte wichtig ist –, ist, um Akzeptanz zu werben, denn die haben in den Neunzigerjahren schon mal schlechte Erfahrungen mit Ihrem Haus gemacht. Sie können sich noch gut daran erinnern. Das ist ein Punkt, wo es noch Knatsch bei der Zusammenführung gibt. Ansonsten sieht das Konzept ganz gut aus. Um mal meinen geschätzten ehemaligen Astronomieprofessor zu zitieren, Astronomie ist die Wissenschaft des Lichts. Insofern wäre es ganz schön, wenn die Sternwarten und Planetarien in Berlin mit diesem Gesetz und der gemeinsamen Stiftung weiter ins Licht rücken. – Vielen Dank!


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